Heutzutage gibt es eine irreführende Menge von IT-Dienstleistern und -Beratern. Durch die Digitalisierung kommen mittelständige Unternehmen ohne eine gute IT-Betreuung nicht mehr aus. Klassische “IT-Systemhäuser” bekommen daher immer häufiger eine beratende Funktion. Es gibt immer mehr technische Themen, die es gilt, verständlich zu machen.

Dazu kommen noch Gesetze und Vorschriften, wie beispielsweise die Archivierung von Emails, die das Leben von kleinen und mittelständigen Unternehmen nicht leichter machen. Lässt man diese jedoch völlig außer Augen, kann schnell ein Bußgeld in 5-stelliger Höhe drohen.

Erpressungstrojaner runden die komplexer werdende Welt ab. Schnell kann durch so einen Cyber-Angriff die Existenzgrundlage den Bach runtergehen. Teilweise wird wöchentlich von neuen Fällen berichtet. Oftmals kommt der Rat eines IT-Beraters dann zu spät.

Tipp: Cyber-Angriffe können Sie einfach vorbeugen. Lesen Sie, wie Sie sich präventiv vor Erpressungstrojanern schützen können.

Neben der Sicherheit und Technik müssen Sie sich aber auch auf das Tagesgeschäft fokussieren. Genauso wichtig ist es allerdings, auf den digitalen Wandel zu reagieren, Gesetzeskonform zu handeln und sich vor Angreifern aus dem Netz zu schützen.

Die Wahl des richtigen IT-Beraters kann daher „kriegsentscheidend“ für die Zukunft Ihres Unternehmens sein.

Es ist ein bisschen so, wie in einer guten Beziehung. Man möchte sich in “sicheren” Händen verstehen, aber genug Freiheit haben, um seinen eigenen Dingen nachzugehen. Wie finden Sie also einen passenden IT-Dienstleister? Wir möchten Ihnen 5 Tipps an die Hand geben, die Ihnen dabei helfen sollen:

1. Wissen was Sie wollen

Den passenden IT-Berater zu finden, ist ein bisschen wie in einer Partnersuche. Zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel. Aber nicht jeder Deckel passt auf jedem Topf. Ganz egal wie groß, seriös oder erfolgreich ein IT-Berater zu sein scheint, Sie müssen lernen, hinter die Fassade zu schauen.

Um beim Partner-Beispiel zu bleiben: Sie werden gerade beim ersten Gespräch “umworben” werden. Schnell vermischt sich hier mehr Schein als Sein. Viele IT-Berater kratzen an der Oberfläche.  Daher hilft es immer zu wissen, was Sie wirklich wollen.

Machen Sie Ihren Bedarf deutlich und grenzen Sie das IT-Thema so gut es geht ein. Bereiten Sie sich auf das Erstgespräch gut vor und stellen Sie die richtigen Fragen. Genauso ist es ein gutes Zeichen, wenn der IT-Berater viele Fragen an Sie stellt. Jede Antwort, die Sie ihm hier geben können ist Gold wert für die weitere Zusammenarbeit.  Gerade in der heutigen Zeit sollte man eine klare Vorstellung haben, wo es hingehen soll. Manfred Rommel hat dazu einen tollen Satz gesagt:

Zitat von Manfred Rommel: Man muss beim Fortschritt immer fragen: Wo will ich hin?

Fazit: Wenn Sie merken, dass der IT-Berater sich auf andere Themen stürzt, Ihren Engpass nicht versteht oder Ihnen gar keine Fragen stellt, brechen Sie das Gespräch ab. Fragen Sie lieber nach IT-Kollegen, die in dem Thema fit sind.

2. Sprechen Sie dieselbe Sprache

Im ersten Schritt hört es sich immer imposant an, wenn auf der Website des IT-Beraters mit exotischen Fachbegriffen um sich geworfen wird. Immer häufiger stoßen Sie auf Begriffe wie: “Managed Server”, “Unified Communication” oder “Managed Backup”-Strategie.

Es imponiert und wirkt, als wisse der IT-Berater wovon er spricht. Wenn Sie nach einem Termin allerdings mehr Fragen als Antworten haben, sind Sie an der falschen Adresse. Sie möchten langfristig mit einem IT-Dienstleister zusammenarbeiten, der Ihre Sprache spricht. Daher sollte – wie in jeder guten Beziehung – ein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden.

Fazit: Sie sollten sich von der ersten Minute Wohlfühlen. Wenn Sie nur von „fachchinesischen“ Begriffen geblendet werden, werden Sie in Zukunft wichtige Zusammenhänge und Entscheidungen nicht bewerten können.

3. Achten Sie auf Qualität

In der IT-Branche gibt es viele Themen und Tools, mit denen gearbeitet wird. Die meisten Systemhäuser schreiben sich auf die Fahne, die Besten in allem zu sein. Das trifft in der Realität jedoch nur selten zu.

Um sicher zu stellen, dass Sie es mit einem erfahrenen IT-Berater zu tun haben, sollten Sie unbedingt auf Zertifikate und Bewertungen achten. Legt das Systemhaus viel Wert auf hohe Qualität, sollte die Expertise mit Zertifizierungen nachgewiesen werden. Fragen Sie aktiv nach der Qualifikation in dem jeweiligen Gebiet.

Eine gute Quelle ist das Internet. Googeln Sie einfach den Namen des IT-Beraters. Schauen Sie nach, ob es Bewertungen oder Erfahrungsberichte auf Plattformen wie Proven-Expert gibt.

Fazit: Um die Qualität eines IT-Beraters zu beurteilen, sollten Sie auf Zertifikate und Kundenbewertungen achten.

4. Ohne Referenzen kein Geschäft

Schauen Sie sich ganz genau die Referenzen des IT-Beraters an. Welches Projekt wurde für welches Unternehmen umgesetzt? Zum einen bekommen Sie so ein Gefühl für die bisherige Arbeit und können prüfen, ob der Anbieter bereits reale Erfahrungen in dem Gebiet hat.

Direkte Referenzprojekte sollten direkt über die Website einsehbar sein. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie lieber nach einer Referenz und einem Ansprechpartner, der die Leistung beurteilen kann. Somit können Sie prüfen, welche Leistungen tatsächlich erbracht wurden und ob der Referent eine Empfehlung aussprechen kann. Weigert sich der IT-Berater oder hat noch kein ähnliches Projekt umgesetzt, sollten Sie schnell das Weite suchen.

Fazit: Damit Sie nicht in unerfahrene Hände geraten, sollten Sie immer auf relevante IT-Referenzprojekte achten.

5. Preis/Leistung muss stimmen

Am Ende geht’s immer ums Geld. Wenn es um das Thema Preis/Leistung geht, trennt sich bei IT-Beratern schnell die Spreu vom Weizen. Gleichzeitig ist es aber häufig der entscheidende Punkt, ob es zu einer Zusammenarbeit kommt. Das Problem dabei ist, dass ein hoher Preis keine Garantie für eine gute Leistung ist. Ebenso muss ein niedriger Preis kein Indiz für mangelnde Qualität sein.

Eins ist jedoch klar: Sie können keinen BMW zum Preis von einem Smart verlangen! Preist der Smart-Verkäufer jedoch sein Auto mit den Leistungen eines BMWs an, sollten Sie misstrauisch werden.

Bei einem seriösen BMW-Händler bekommen Sie einen BMW zum Preis eines BMWs!

Fazit: Gute IT-Beratung kostet Geld. Daran zu sparen kostet noch mehr Geld.

Was haben Sie über die Wahl, des richtigen IT-Beraters gelernt?

Wenn Sie vor der Auswahl eines IT-Dienstleisters stehen, sollten Sie nicht den erstbesten nehmen. Empfehlungen von Kollegen oder Freunden blind zu vertrauen, kann schnell in einer Katastrophe enden. Wichtig ist, dass Ihre Probleme verstanden und diese in Ihrem Interesse gelöst werden.

Mit diesen 5 Tipps möchte ich Sie vor einer falschen Entscheidung schützen. Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl und nehmen Sie sich unsere Ratschläge zu Herzen. Was denken Sie darüber? Gibt es Erfahrungen, bei denen Sie diese Tipps lieber parat gehabt hätten?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren.